Den ganzen Tag sitzen? Tipps für einen gesunden Rücken
Bei Rückenschmerzen ist es natürlich immer wichtig, zunächst vom Arzt mögliche Ursachen abklären zu lassen. So können Bandscheibenvorfälle, Knochenentzündungen oder sogar Tumore schon einmal ausgeschlossen werden.
Rückenschmerzen melden sich recht häufig beim langen Sitzen. Je nach Sitzposition ist der Rücken über längere Zeiträume verspannt, was allein schon zu Beschwerden führen kann. Heutzutage üben viele Menschen eine lang anhaltende sitzende Tätigkeit aus. Typisch ist der stundenlange Aufenthalt am Computer. Hier gilt es zunächst einmal, die richtigen Arbeitsverhältnisse zu schaffen. Insbesondere gilt dies für die richtige Einstellung der Sitzhöhe. Die Oberarme sollen seitlich locker herabhängen können. Die Unterarme stehen während des Schreibens waagrecht zur Tastatur. Oberarm und Unterarm bilden einen Winkel von mindestens neunzig Grad zueinander. Die Schultern und die Arme lässt man beim Schreiben am besten locker herabhängen, da sonst Verspannungen entstehen, die bis hinunter zum Rücken reichen.
Beim langen Sitzen ist es besonders wichtig, die Sitzpositionen des Öfteren zu wechseln. Auch hierdurch beugen Sie Verspannungen vor. So ist es am einfachsten, wenn Sie sich von Zeit zu Zeit für kurze Zeit zurücklehnen. Benutzen Sie Bürostühle mit einer leicht nach hinten geneigten Rückenlehne. Die Lehne sollte mindestens bis zu den Schultern reichen. Natürlich sind immer höhenverstellbare Stühle den einfacheren Modellen vorzuziehen.
Mediziner empfehlen, auf das „Doppel-S“ der Wirbelsäule zu achten. Diese Form sollte beim Sitzen möglichst immer beibehalten werden. Das bedeutet, dass Sie mit der ganzen Fläche auf dem Stuhl sitzen, das Becken leicht nach vorne kippen und den Brustkorb aufrichten. Außerdem sollten Sie darauf achten, dass die Halswirbelsäule gestreckt und der Kopf gerade nach vorne gerichtet ist. Achten Sie aber darauf, dass Sie nicht aus dieser etwas unbequemeren Sitzposition wieder in die „angenehmere“ Form verfallen und in Ihren Stuhl sozusagen „hineinsacken“.

Auf keinen Fall sollten Sie zwischendurch auf regelmäßige Bewegung verzichten. Neben der Änderung der Sitzposition gehören auch einfache gymnastische Übungen dazu. Schon das mehrmalige Vor- und Zurückbewegen von Brustkorb oder Nacken bringt Entspannung.
Folgen Sie auch dem natürlichen Bewegungsdrang und gehen Sie zwischendurch einige Schritte. Beim Gehen lässt es sich oft auch sehr gut über etwas nachdenken. Oder telefonieren Sie im Stehen, auch das tut gut, wenn Sie sonst fast nur sitzen.

