Chefsessel als Statussymbol

Chefsessel missbrauch © fotodichter /PIXELIO
Mit einem Chefsessel suggeriert man noch heute einen schweren Ledersessel, mit hoher Rückenlehne und dicken Polstern. Diesen Luxus konnten sich in früheren Tagen nur die Chefs der Firma leisten – und auch heute noch, ist der Chefsessel eine Art Statussymbol, das Macht, Einfluss und Ansehen vermittelt. Heute findet man Modelle des Chefsessels aber auch schon in den „normalen“ Mitarbeiterbüros. Denn längst ist ein gut gepolsterter Sessel kein unerschwinglicher Luxus mehr, sondern für viele Menschen eine Grundvorrausetzung für effektives und konzentriertes Arbeiten. Und das zu Recht: Nur wer aufrecht und bequem sitzt, kann sich wirklich auf seine Arbeit konzentrieren. Und gerade die so genannten Chefsessel sorgen durch ihre gerade, hohe Rückenlehne dafür, dass der Rücken gestreckt ist, und man gerade sitzt. Allzu weiche Polster, sind dem konzentrierten Arbeiten ebenfalls abträglich. Und auch wenn es sich ein Chef, wie man im allgemeinen vermutet, leisten kann, weniger zu arbeiten, als seine Mitarbeiter, wird auch dieser schnell Rückenprobleme vom zu weichen Sitzen bekommen. Spezielle Firmen bieten aus diesem Grund schon maßgefertigte Chefsessel an, bei denen Polsterhärte und Stuhlhöhe auf die körperlichen Eigenschaften des Besitzers zugeschnitten sind. Edelste Materialien, wie hochwertiges Leder, werden hier verwendet. Solch ein Qualitätsmodell ist dann aber sicherlich wiederum nur dem Chef der Firma zugänglich. Oder den Mitarbeitern der obersten Abteilungen. Somit ist es wohl heutzutage meistens noch so, dass ein Chefsessel eine Art Hierarchie innerhalb des Unternehmens widerspiegelt. Wer sich auch einmal, wie der „Chef“ fühlen möchte, kann sich auch für sein Büro ein erschwinglicheres Modell kaufen, das ähnlich aussieht, wie ein exklusiver Chefsessel.

